Was sind Wohnbedürfnisse?

 

Bedürfnisse liegen in der menschlichen Natur und sind in uns allen latent (unbewusst) vorhanden. So gibt es primäre Bedürfnisse und sekundäre Bedürfnisse. Die primären Bedürfnisse sind unterteilt in einerseits Wachstumsbedürfnisse wie z.B. Selbstverwirklichung und andererseits in Grundbedürfnisse (z.B. Schlaf, Essen, Anerkennung, Schutz, Interaktion). Die sekundären Bedürfnisse beinhalten ästhetische Bedürfnisse (schöne Umwelt) und kognitive Bedürfnisse (Wissen, Neugier). Bedürfnisse haben immer eine motivationale Komponente, d.h. es entsteht ein innerer Impuls. Sie sind prinzipiell gleichwertig im Menschen vorhanden, es zeigen sich lediglich phasenweise Prioritäten ab, d.h. nicht alle Bedürfnisse haben zur gleichen Zeit die gleiche Intensität. Sie sind nicht erlernbar oder wegmanipulierbar. Sie lassen sich zwar zeitweise verdrängen, sind aber nicht gänzlich eliminierbar.

 

Damit eine wirkliche und langandauernde Wohn- und damit auch Lebensqualität entstehen kann, ist es daher entscheidend, die eigenen Wohnbedürfnisse zu erheben. Die wohnpsychologische Beratung erkennt in der Bedürfnisanalyse die eigentlichen allgemeinen und individuellen Bedürfnisse, die hinter unseren Wohnwünschen (Wünsche, Trends, Geschmack) liegen.