Architektur- und Wohnpsychologie

 

Die Architektur – und Wohnpsychologie beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Basis, wie die gebaute Umwelt und das gesamte Wohnumfeld (Innenräume, Gebäude und Freibereiche) auf das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen Einfluss nehmen. Sie verbindet Wissen aus dem Bereich der Psychologie (Sozial-, Entwicklungs-, Wahrnehmungs- und Neuropsychologie, etc.) mit Wissen aus dem Bereich der Architektur. Wohnpsychologie hat eine hohe praktische Relevanz bei der menschengerechten Planung und Gestaltung von Wohnumwelten (Wohnungen, Büros, Freibereichen, Siedlungen, usw.) um die menschliche Wohnqualität zu verbessern.

 

 

Dinge, die uns umgeben wirken auf uns, beeinflussen uns. Auch die gebaute Umwelt (Gebäude, Innenräume, etc.) hat Einfluss auf unsere Befindlichkeit, unser Denken und wie wir uns in Gebäuden verhalten. Aus diesem Grund beeinflussen Gebäude auch insgesamt unsere Gesundheit im negativen oder eben positiven Sinne. Auch unsere sozialen Beziehungen werden wesentlich durch die Struktur und die Gestaltung der Räume beeinflusst. Da diese Prozesse jedoch meist unbewusst ablaufen neigen wir dazu, die Wirkung von Räumen massiv zu unterschätzen.

 

Durch den Einsatz der Architektur-und Wohnpsychologie verbessert sich nicht nur die Wohnzufriedenheit und das Wohlgefühl in der Wohnumgebung sondern auch die sozialen Interaktionen. Weitere Auswirkungen sind u.a. die Erhöhung von Konzentration und Leistungsfähigkeit (z.B. Büroräume), Zunahme von Erholung und Reduzierung von Stress und Stresserleben. Das führt dazu, dass sich die Wohnpsychologie positiv auf die gesamte physische und psychische Gesundheit von Individuen auswirkt. Langfristig betrachtet verbessert eine optimale Mensch-Umwelt-Beziehung die Lebensqualität.

 

 

Während sich die Wohnpsychologie insbesondere mit Wohnräumen und ihren Bewohner/innen beschäftigt, befasst sich die Architekturpsychologie mit der Wirkung von Gebäuden und ihrer Infrastruktur auf das Erleben und Verhalten des Menschen in planvoll entworfenen und hergestellten Räumen. Die Architekturpsychologie beschäftigt sich neben Wohngebäuden auch mit Arbeitsräumen und Bürogebäuden, Kindergärten, Schulhäusern, Museen, Bibliotheken, Ausstellungsräumen, Krankenhäusern, Plätzen, Unterführungen, Tiefgaragen und vielem mehr.

 

Das Ziel der Architektur- und Wohnpsychologie ist es, auf Basis wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen der Psychologie dazu beizutragen, dass optimale Umwelten entstehen können und so ungünstige Umweltbedingungen vermieden oder beseitigt werden können.